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Ein besonderes Erlebnis war für mich sicherlich der Ausbruch des Eyjafjallajökull im Jahre 2010. Während die meisten Menschen froh waren möglichst weit von der Aschewolke des Vulkans entfernt zu sein, setzte ich mich in ein Flugzeug nach Reykjavik um den Ausbruch vor Ort zu erleben. Ein gigantisches Erlebnis, bei dem ich nicht nur mit Faszination diese Gewalt der Erde sehen konnte, auch die Schicksale der Menschen, die direkt von dem Ausbruch betroffen waren blieben nicht verborgen. All das hat meine Beziehung zu diesem Land immer mehr gefestigt, so dass ich in der Zwischenzeit sogar angefangen habe Isländisch zu lernen.

Was ich aus meinen Aufenthalten mitnehmen konnte ist immer wieder der große Respekt, den man vor unserer Natur haben sollte und die Einsicht, wie wunderschön unsere Erde und wie klein man doch als Mensch auf dieser Welt ist. Wie wenig man selbst diesen Naturgewalten entgegen zu stellen hat. All dies versuche ich in meinen Bildern einzufangen und darzustellen.

Lediglich ein paar Aufenthalte in Namibia, bei denen ich für ein soziales Projekt mit schwerhörigen Kindern gearbeitet habe, brachten mich in den letzten Jahren weit über die südlichsten Grenzen Europas hinaus. Mittlerweile unternehme ich einen Großteil meiner Reisen zusammen mit meiner Familie. Meiner Frau, die meine fotografischen Exkurse mit einer Engelsgeduld erträgt, mich immer unterstützt und meinem Sohn, der mich die Welt mit anderen Augen sehen lässt.